Plurale Ringvorlesung: Was ist falsch am Gelddrucken? Zur Entwicklung und Kritik eines kapitalistischen Privilegs (Vorlesung 10)

Als Auftaktveranstaltung des vierten Blocks “Who runs the world?” begrüßen wir Prof. Dr. Aaron Sahr, Wirtschaftssoziologe und Leiter der Forschungsgruppe “Monetäre Souveränität” am Hamburger Institut für Sozialforschung.

Sein Vortrag wird sich (1) mit den ideologischen Ursachen, (2) den gesellschaftlichen Folgen und (3) der ambivalenten Kritik an der Entpolitisierung von Geld und Geldschöpfung beschäftigen. Traditionell wird in akademischen Journalen, Polit-Talkshows und Meinungsbeiträgen darüber gestritten, wie Geld am besten verteilt werden sollte, doch kommt die Produktion des Geldes durch die Zentralbanken kaum zur Sprache. Entscheidende Machtfragen – wie viel Geld es gibt und für wen, d.h. zu welchem Zweck es ursprünglich geschaffen wird – wurden entpolitisiert. Nicht zuletzt durch die Coronakrise, in der gewaltige Summen aus dem Nichts erschaffen wurden, platzierte sich dieses Thema wieder im politischen Diskurs. 🏦

Welche Folgen hat die Entpolitisierung von Geld und Geldschöpfung für den ökonomischen Wohlstand, sozialen Zusammenhalt und ökologische Nachhaltigkeit? 💰

Wir freuen uns auf Euch! 💯

Wann? Donnerstag, 24. Juni um 18:15 Uhr
Wo? Zoom via https://bit.ly/3cBNZ0p oder via ID: 874 1049 8275 (pw: 624074)

Hier eine Literaturübersicht zu Lokalwährungen, die während der Diskussion angesprochen wurde: https://www.mpifg.de/pu/dp_abstracts/dp13-1.asp